Informationen

   Wann?Was?
J1

13.-14. Lebensjahr                                             

Pupertätsentwicklung, körperliche Entwicklung

Wackstum, Skelett, psychisches Empfinden,

Impfstatus

J2*16.-17. Lebensjahr

Diabetesrisiko, soziales und sexuelles Verhalten,

Beratung Berufswahl

 (*wird nur von der BKK Mobil Oil übernommen)

Wann?Wer?                                Was?
ab dem 20. Lebensjahr, jährlich  Frau

 Vorgeschichte, Untersuchung der

äußeren und inneren Genitalien, Abstrich

und Zytologie

ab dem 30. Lebensjahr, jährlich  Frau

 Untersuchung der Brust, Anleitung zur

Selbstuntersuchung der Brust,

Hautveränderungen

ab dem 35. Lebensjahr, alle 2 Jahre Mann Frau

 Vorgeschichte, Ganzkörperuntersuchung

Blutabnahme, Urinkontrolle, EKG (Herztöne)

Hautkrebsscreening

ab dem 45. Lebensjahr, jährlich Mann 

 Vorgeschichte, Untersuchung der äußeren

Genitalien, Untersuchung der Prostata

ab dem 50. Lebensjahr, jährlich Mann Frau

 Enddarmabtastung, Test auf Blut im Stuhl,

Jährlich bis 55 Jahre beim Mann: Lymphfknoten

ab dem 55. Lebensjahr Mann Frau

 Test auf Blut im Stuhl, alle 2 Jahre, oder Darm-

Spiegelung, zweite nach 10 Jahren

Besonders im Winter ist das Immunsystem herausgefordert. In schlecht belüfteten, überheizten Räumen trocknen die Schleimhäute in den Atemwegen aus, werden rissig und bieten Eintrittspforten für Krankheitserreger. Umso wichtiger wird es, die körpereigene Abwehr zu stärken. Denn nicht nur lässtige Erkältungen, auch bakterielle Infektionen, Allergien, Rheuma- und Tumorleiden werden durch das Immunsystem beeinflusst. Die meisten Erwachsenen trifft die Erkältung zwei bis vier Mal im Jahr. Schulkinder erkranken im Durchschnitt vier bis sechs Mal, Kleinkinder sogar bis zu zehn Mal jährlich. Kein Wunder daß immer neue Mittel auf den Markt gebracht werden, die eine positive Wirkung auf das Immunsystem versprechen. Allein mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten setzen die Hersteller rund sieben Milliarden Euro jährlich um, auch wenn das Bundesinstitut für Risikobewertung solche Nahrungsergänzung nur in Ausnahmesituationen für erforderlich hält. Durchaus sinnvoll können die Mittel bei falscher Ernährung, einem Übermaß an Genussmitteln oder in bestimmten Lebensphasen (Schwangerschaft, Alter, Stress) sein. Aber auch dann sollte man nicht wahllos zur Tablette greifen, sondern nur einen gesichert vorliegenden Mangel ausgleichen. Schließlich lassen sich die körpereigenen Abwehrkräfte meist besser auf natürliche Weise stärken:

Ernährung

Eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung in Form von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist die beste natürliche Immunstimmulanz, sagt Prof. Reinhold Schmidt, Immunologe an der Medizinischen Hochschule Hannover. Nur auf diese Weise erhält der Körper die lebenswichtigen Vitamine und Spurenelemente, die er selber nicht herstellen kann. Im Gegensatz zur Vitamintablette bekommt er auch die wichtigen antioxidativ wirkenden sekundären Pflanzenstoffe.

Fruchtsäfte

Insbesondere rote Fruchtsäfte (Trauben, Brombeeren, Johannisbeeren, Holunder) und buntes Gemüse (Tomaten, Rote Beete, Paprika) stimmulieren die Anzahl und Aktivität der Abwehrzellen. Verantwortlich dafür sind Pflanzenfarbstoffe Flavonoide, Carotinoide und Anthacyone. Sie scheinen sogar in den Stoffwechsel des Virus einzugreifen und so dessen Vermehrung zu verhindern, so Prof. Gerhard Eisenbrand, Leiter des Instituts für Lebensmittelchemie an der Universität Kaiserslautern.

Bewegung

Regelmäßige körperliche Bewegung fördert die Durchblutung. Die Abwehrzellen zirkulieren so durch den gesamten Organismus und gelangen auch vermehrt in die Schleimhäute. Gezeigt haben dies schon sportmedizinische Untersuchungen Mitte der 90er Jahre, als man feststellte, dass körperlich aktive Frauen aller Altersgruppen nur halb so viel Infekte der oberen Luftwege aufweisen, wie Gleichaltrige ohne sportliche Betätigung. Wer sich bewegt, reduziert zusätzlich auch seinen das Immunsystem schwächenden Stress.

Stress vermeiden

Die persönliche Zufriedenheit, Glück und Erfolg, der sogenannte Eustress (guter Stress), spielen eine wichtige Rolle bei der Produktion von Antikörpern. Wer am Limit seiner Kräfte ist, dessen Immunabwehr wird durch einen hohen Adrenalinspiegel ausgebremst. Auch eine veränderte Cortisolausschüttung mit resultierender Abwehrschwäche fanden amerikanische Forscher bei chronisch gestressten Menschen.

Wechselduschen

Ähnlich wie die körperliche Bewegung wirken kalt-warme Wechselduschen, Bäder und Güsse. Der Temperaturwechsel regt die Durchblutung durch Gefäßverengung und Erweiterung vor allem in den kleinen Blutkapillaren stark an. Diese „Roborierung“ des Körpers wurde schon vor 2000 Jahren in den römischen Badeanlagen praktiziert.

Probiotika

Unter der Schleimhautschicht des Darms liegen 70 Prozent der körperlichen Abwehrzellen. Ist die Darmschleimhaut etwa durch Antibiotika oder Durchfall geschädigt, können vor allem in Joghurt angebotene Probiotika die Darmflora unterstützen. Studien belegen die Wirksamkeit solcher auch in Kapselform erhältlichen Bakterienstämme.

Schlaf

Ausreichender Schlaf wirkt vorbeugend und heilend. Forscher der Universität Lübeck haben außerdem nachgewiesen, dass die entscheidende Antikörperbildung nach einer Impfung und ausreichender Nachtruhe deutlich höher war, als bei reduzierter Schlafdauer.

Infektionsquellen meiden

Um das Immunsystem nicht unnötig herauszufordern, sollte man Hände schütteln, Begrüßungsküsse und ritualisierte Umarmungen unterlassen. Schon normale Handschuhe schützen vor Hautkontakt mit Türklinken, Aufzugsknöpfen und anderen potenziell kontaminierten Gegenständen. Brutstätten für Tröpfcheninfektionen (durch Husten, Niesen, Schnupfen) sind geschlossene, überfüllte Räume (Bahn, Kino, Einkaufszentren). Gründliche Handhygiene, Waschen oder Schälen von Obst und Gemüse sollten deshalb Alltagsroutine sein.

AUS DER APOTHEKE

Purpursonnenhut

Echinacea purpurea ist eine der bestuntersuchten Pflanzen zur immunstimulation. Sie steigert die Zahl der Leukozyten und regt die Bildung der Phargozyten in der Milz an. Bewährt hat sich die Kombination mit Eupatorium (durchwachsener Wasserdost). Thuja (Lebensbaum) und Baptisia (Indigo). Die Anwendung sollte begrenzst sein, um Überstimulation und Wirkverlust zu vermeiden.

Zink und Selen

Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Infektabwehr und können vom Körper nicht selbst synthetisiert werden. Beide Stoffe sind an vielen enzymatischen Vorgängen beteiligt und fördern die Antikörperbildung. Um vom Körper aufgenommen zu werden, muss das Zink in einer bestimmten organischen Verbindung vorliegen.

Öle

Eine Ergänzung zur Schleimhautpflege sind ätherische Öle wie Anis, Eukalyptus oder Thymian. Anwendung: äußerlich oder zur Inhalation.

Trinkmenge

2-2,5Liter/Tag (weniger Alkohol, Kaffee, schwarzer Tee)

Ernährung

Ausgewogene Mischkost (weniger Salz und Gewürze)

Bekleidung

Unterkühlung vermeiden (kalter Untergrund, nasse/verschwitzte Kleidung wechseln)Tragen frischer, nicht zu enger Baumwollunterwäsche (Waschen bei 60-90°C)

Sexualverhalten

Blasenentleerung nach dem Geschlechtsverkehr (GV) (innerhalb 10-15Minuten)
,Blasenentleerung vor dem GV senkt HWI-Rate nicht!

Genitalhygiene

Händewaschen auch vor dem Toilettenbesuch
; Abwischen nach dem Stuhlgang oder Wasserlassen von vorne (Scheide) nach hinten (After)
; Keine übertriebene Wäsche des Intimbereichs; Vermeidung von Seife; Desinfektionsmitteln, Intimsprays und –lotionen

Gynäkologische Erkrankungen

Abklärung und Therapie vaginaler Infekte (Ausfluss)